Die meisten kennen Ungarn dank Tokaji – dem süßen, goldenen Wein, der das Land vor Jahrhunderten berühmt gemacht hat. Dieser Ruf setzte sich fest – und hielt. Derweil passierte heimlich etwas auf den Vulkanhängen rund um den Balaton und in den Kellern einer neuen Generation. Es kamen die Winzer, die Zeit im Ausland verbracht, Biodynamik studiert und sich dann auf den Heimweg gemacht hatten – um mit Rebsorten zu arbeiten, die hier wachsen, seit niemand mehr Aufzeichnungen darüber führt.
Die Böden sind Basalt und Kalkstein – eine Geologie, die den Weinen eine Schärfe und Spannung verleiht, die nichts mit Süße zu tun hat. Die indigenen Sorten sind alt, eigensinnig und verhalten sich anders als alles, was weiter westlich wächst. Genau das macht sie so interessant.
Ungarn hatte schon immer die Substanz. Jetzt bekommt es die Winzer, die sie voll ausschöpfen.