Luxemburg produziert Wein auf 1.100 Hektar entlang der Mosel — demselben Fluss, der durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland fließt und einer der bekanntesten Rieslingregionen der Welt direkt jenseits der Grenze seinen Namen gibt. Der luxemburgische Abschnitt, nur wenige Kilometer flussaufwärts, ist dagegen fast unsichtbar.
Die Böden wechseln von Kalkstein und Ton im Süden zu uraltem Gips — Jura-Meeresgeologie — im Norden. Der einheimische Elbling, eine der ältesten Kulturrebsorten Europas, wächst seit römischer Zeit an diesem Flussabschnitt und überlebt kaum anderswo. Den größten Teil des 20. Jahrhunderts wurde die Produktion von Genossenschaften dominiert, die auf Volumen setzten. Die Weine verließen das Land kaum — Luxemburger trinken 70% dessen, was sie produzieren.
Die Naturweinbewegung kam hier später an als überall sonst. Es ist noch früh. Das ist genau der richtige Moment, um aufzumerken.