Wenn Weinkenner über den Ursprung des Orange Wine sprechen, sprechen sie über Friaul — die nordostitalienische Region, die der Welt die Maischevergärung bei Weißweinen brachte. Was dabei seltener erwähnt wird: die Grenze zwischen Friaul und Slowenien verläuft mitten durch dieselben Hügel, über denselben Böden, mit denselben Rebsorten auf beiden Seiten. Brda — das slowenische Wort für Hügel — ist geologisch eine Region mit Friauls Collio-Appellation. Die Linie zwischen ihnen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gezogen, nicht von der Geologie.
Slowenische Winzer waren von Anfang an Teil der Maischevergärungs-Renaissance. Das Land liegt auf demselben Breitengrad wie Bordeaux und Piemont, mit drei verschiedenen Klimazonen — mediterran im Westen, alpin im Norden, pannonisch im Osten — und indigenen Rebsorten, die es nirgendwo sonst gibt. Was Zeit brauchte, war die Infrastruktur: Jahrzehnte kooperativer Land- und Mengenwirtschaft in der jugoslawischen Ära bedeuteten, dass kleine handwerkliche Erzeuger sich erst in den 1990er Jahren richtig entwickelten. Diese Generation ist jetzt auf dem Höhepunkt.
Die Weine landen in wichtigen Weinbars in ganz Europa und bekommen nun die Aufmerksamkeit, die sie seit langem verdienen.