Es begann mit den Flitterwochen in der Toskana. Mārtiņš und Liene Barkāns besuchten 2007 kleine Familienweingüter und kehrten mit einem Plan nach Lettland zurück — das Gleiche an den Ufern des Flusses Abava zu tun.
Das Klima hatte andere Pläne. Herkömmliche Weintrauben überstehen baltische Winter nicht immer, also baute das Weingut seine Identität um das auf, was hier tatsächlich gedeiht: Rhabarber, Äpfel, Beeren, Kräuter. Jedes Jahr baut Mārtiņš selbst vier bis fünf Tonnen Rhabarber an und kauft weitere 45 Tonnen lokal dazu — und verwandelt ihn in ein prickelndes Getränk mit einer so scharfen, sauberen Säure, dass man meint, es müsse Wein sein. Im Laufe der Jahre wuchs das kleine Familienprojekt zum bekanntesten Weingut Lettlands heran.
Die prickelnden Tees entstanden aus dem gleichen Instinkt — Quitte mit Eisenkraut, Rhabarber mit Lavendel. Keine Imitationen von irgendetwas. Nur die baltische Landschaft, sorgfältig fermentiert und in Flaschen abgefüllt.